Gisela Adler

Genom
2000
Mischtechnik
Ausschnitt
»Sie setzt ihre freien malerischen Flächen in additiven Quadraten und stempelt auf diese die Buchstaben des Humangenoms. Darin doppelt sich das von ihr verwendete Zufallsprinzip: einerseits die informelle Malerei des Grundes und anderseits die frei kombinierten Buchstaben. In dieser Gestaltung zeigt sie, wie aus freiem kreativen Zugriff ein malerisches System entseht und zugleich spiegelt dies die Kombinatorik der genetischen Grundbausteine, deren scheinbar zufällige Anordnung in der DNS des Menschen die Gestalt des Individuums erzeugt. Die Analogie zwischen künstlerischen Prozess beim Herstellen des einzelnen Bildes und des biochemischen Vorgangs zur Hervorbringung des Menschen ist es, was Adler in ihrem Genomprojekt zum Ausbruch bringt« (Willy Athenstädt, früher Kunsthalle Bremen, jetzt Kleemuseum Bern)
2001 ausgestellt in der Bremer Bank am Dom
